Allgäuer Hochalpen

Entdecken Sie die Allgäuer Hochalpen - das wohl artenreichste Gebirge Deutschlands.

Zwischen dem Tannheimer Tal und dem Kleinwalsertal erstrecken sich die Allgäuer Hochalpen, die als artenreichstes Gebirge Deutschlands gelten und seit 1992 auf knapp 21.000 ha Fläche als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind. Große Teile des Gebietes zählen zu den europäisch geschützten Flora-Fauna-Habitaten für die besondere Schutzrichtlinien gelten.

So weit wie nirgendwo sonst ragt unser Staatsgebiet hier in die Alpen hinein, der 2599 Meter hohe Biberkopf ist südlichster Punkt der Republik. Viele Tiere und Pflanzen haben hier deshalb ihr einziges deutsches Vorkommen, wie z.B. , Steinrötel und Steinhuhn, das Gekielte Zweiblattmoos und auch der Gletscherhahnenfuß.

Im Frühjahr zeigt sich mit der Schneeschmelze ein eindrucksvolles Schauspiel der Naturgewalten: Tiefe Tobel und Wasserfälle zerklüften die ursprüngliche Berglandschaft. Wasseramseln, Flussuferläufer und Gänsesäger beobachtet man an den tiefer liegenden naturnahen Wildflussabschnitten der Ostrach, Breitach und Iller. Im Frühsommer dann zeigen sich die für das Allgäu so charakteristischen Blumenberge in allen Farbtönen. Neben den abschmelzenden Schneefeldern in den Hochtälern balgen sich Murmeltiere und suchen rund um ihre Bauten nach Nahrung.

Raufußkauz, Uhu und Wanderfalke brüten im Naturschutzgebiet, ebenso Weißrückenspecht, Dreizehenspecht, Zwergschnäpper, Steinschmätzer, Birk- und Auerhuhn. Charaktervogel aber ist der "König der Lüfte". Gleich fünf Steinadlerpaare leben in den Allgäuer Hochalpen. Von Mai bis Februar können Naturfreunde jeden Mittwoch - erträgliches Wetter vorausgesetzt - mit dem LBV geführte "Wanderungen ins Reich des Steinadlers" unternehmen. Für Besuche auf eigene Faust stehen zudem mehrere LBV-Informationsstellen zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Adlerbeobachtung finden Sie hier.

Das Gebiet ist bis Oberstdorf, Fischen, Bad Hindelang und Sonthofen mit der Bahn und von dort aus über ein dicht geknüpftes Busnetz erreichbar. Die meisten Täler im Schutzgebiet sind autofrei.

Quelle: Henning Werth, www.nabu.de/natur-und-landschaft/schutzgebiete/